In den letzten Wochen habe ich viele Überlegungen angestellt, ob und wenn ja wie es hier weitergehen soll, aber dazu an anderer Stelle mehr. Um gleich mal Vorsätze anzugehen, dachte ich mir, die von Katrin von BuchSaiten ins Leben gerufene BuchSaiten Blogparade, die inzwischen  im 9. Jahr stattfindet und bereits zum zweiten Mal bei der lieben Petzi von Die Liebe zu den Büchern zu Hause ist, könnte eine optimale Gelegenheit sein, neuen Anlauf zu nehmen. Bevor ich jetzt hier aber lange weiter herum schwafel, lege ich wohl am besten gleich mal los:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Tatsächlich wenig versprochen hatte ich mir von „Giants – Sie sind erwacht“ von Sylvain Neuvel (Heyne). Dieses Buch habe ich bei der lieben Ramona von El Tragalibros entdeckt und obwohl Science Fiction bislang überhaupt nicht mein Genre war, hat mich die Geschichte und Ramonas wirklich überzeugendes Zureden dann überzeugt und tatsächlich habe ich an einem Samstag dann gleich noch den Buchladen gestürmt und losgelegt. Und auch wenn neben dem Genre die Erzählweise ungewohnt war, hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Eine Lehre die ich daraus gezogen habe? Sehr wahrscheinlich werde ich künftig öfter mal (nicht nur, aber auch) bei Büchern meine Komfortzone verlassen.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Beim Bummeln durch meine Bibliothek entdeckte ich „Scythe – Die Hüter des Todes“ und war sofort vom Klappentext gefangen. Die Idee klang frisch und interessant und ich war gespannt, wie der Autor das umsetzt. War ich anfangs noch ganz angetan, muss ich zugeben, dass ich im letzten Drittel in meiner Begeisterung dann leider doch gebremst wurde. So richtig wurde ich am Ende nicht warm mit der Geschichte und ich glaube immer noch, da wäre so viel mehr drin gewesen. Im März wird der zweite Band auf Deutsch erscheinen und ich bin mir noch unschlüssig, ob ich dem quasi eine zweite Chance geben soll…

Welches war Eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Ein absolutes Highlight war für mich Marc-Uwe Kling, dessen „QualityLand“ mich schier von den Socken gerissen hat. Der Schreibstil und der wahnsinnig gut verpackte Humor haben mich das Buch am Ende nicht nur fast mit Bedauern zuklappen lassen. Übrigens, falls es wer wissen möchte, ich hab zur dunklen Edition gegriffen. Ein bisschen bin ich ja neidisch auf diejenigen, die diese Entdeckung noch vor sich haben. Da ich in dem Fall eine Spätentdeckerin bin, darf ich mich aber wenigstens noch auf seine Känguru-Chroniken freuen.

Regeln sind da, um gebrochen zu werden, oder? Auf keinen Fall möchte ich Euch verschweigen, dass ich für mich in diesem Jahr Bianca Iosivoni mit „Der letzte erste Blick“ entdeckt hab. Hin und wieder fröhne ich ja total gern ausgiebig meiner Leidenschaft für die Liebe und die Geschichte von Emery und Dylan hat mich total verzaubert. Und ja, gerade tauche ich ab in den zweiten Band der First-Reihe „Der letzte erste Kuss“ und bin sicher, dass ich es hinterher kaum erwarten kann bis endlich Ende Mai ist und der dritte Band „Die letzte erste Nacht“ erscheinen wird.

 

Welches war Euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Für mich persönlich ist da „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo aus dem Knaur Verlag ganz weit vorne. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass es ungewohnt nah am Englischen Originalcover ist. Aber ich finde die Stimmung einfach passend und wunderbar eingefangen obendrein hebt es sich einfach wahnsinnig angenehm von den oft doch leider ewig ähnlichen Covern ab. Dicker Daumen hoch dafür!

 

Welches Buch wollt Ihr unbedingt in 2018 lesen und warum?

Nachdem ich bislang sehr wenige Vorschauen durchstöbert habe, lebt in mir noch die Hoffnung ein wenig Backlist aus dem Regal zu lesen. Zwei Titel sind ohnehin gesetzt, denn weder das neue Buch von Anne Freytag „Nicht weg und nicht da“ noch das von Adriana Popescu „Mein Sommer auf dem Mond“ werde ich mir entgehen lassen. (Beide erscheinen im März.)

Doch halt, wie war das? Komfortzone verlassen? Damit fange ich mal gleich im Frühjahr an und verrate Euch jetzt mal welches besondere Frühjahrsschmankerl ich so vielversprechend finde, dass mich meine Ungeduld fast um den Verstand bringt – Trommelwirbel – es ist ein Debüt und zwar das von Mareike Fallwickl „Dunkelgrün fast schwarz“, das Anfang März bei der Frankfurter Verlagsanstalt erscheint. Einen kleinen Vorgeschmack bzw. Einblicke in den Entstehungsprozess kann man auf ihrem Blog Buecherwurmloch bekommen.

 

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2 Comments

  1. Ui! Schön, dass dir „QualityLand“ so gut gefallen hat, darüber haben wir noch gar nicht gesprochen, oder? Und „Scythe“ habe ich noch vor mir – aber wenn es dir nicht sooo gut gefallen hat, gibt es ja noch eine Chance für mich. 😉

    Schön, dass du wieder gebloggt hast! <3

    Liebste Grüße,
    Jess

    • Buechergoere Reply

      Liebe Jess,
      ja, ich war wirklich gnadenlos begeistert von „QualityLand“. Wenn es Dir auch gefallen hat, dann haben wir ja mal wieder einen seltenen Treffer. 🙂 Oh, da bin ich jetzt gespannt, wie Du „Scythe“ finden wirst und ja, Deine Chancen stehen ziemlich gut würde ich sagen! <3
      Herzlichen Gruß

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