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Buechergoere

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

…heißt es. Nun ich hoffe mal, dass dies auch auf Neuanfänge zutrifft. Neben vielen neuen Herausforderungen, denen ich mich in den nächsten Tagen und Wochen stellen werde – allen Befürchtungen zum Trotz – ist dies (nur) einer davon.

Ohne die wunderbare Mara, wäre das hier allerdings gar nicht möglich gewesen, also erst einmal: Dankeschön liebe Mara für Deine tatkräftige Unterstützung!

Heute lasse ich also quasi die „BücherGöre 2.0“ online gehen. Nicht ohne ein wenig Flattern im Bauch, denn mir ist durchaus bewusst, dass es noch die ein oder andere Baustelle gibt. Doch wann, wenn nicht heute? Außerdem, sind wir doch mal ehrlich, ein Blog ist doch ohnehin nie fertig, sondern eher immer ein „work-in-progress“, oder? Stillstand wollen wir schließlich alle nicht. Ein paar Ideen, hab ich auch schon im Gepäck und bin gespannt, was sich davon umsetzen lässt.

Mit dem Umzug möchte ich ein neues Kapitel aufschlagen und gemeinsam mit Euch ein neues Abenteuer beginnen. Begleitet Ihr mich dabei?

 

Read-Inn

Von einer Kollegin erst einmal darauf aufmerksam gemacht, blickte ich mit großer Neugierde und recht gespannt meinem ersten Read-Inn in der Buchhandlung Dantes Connection entgegen. Read-Inn, klingt doch schon nach einem perfekten Abend, oder? Am 31. Januar war es endlich soweit und bereits kurz vor acht schlüpfe ich durch die Ladentür um vorsichtig zu fragen, ob man bereits stöbern darf. So schaue ich schon einmal langsam durch die Regale und Tische, während die Buchhändlerinnen Snacks sowie Getränke bereit stellen und sogar ein paar Stühle hervorzaubern. Die Viertelstunde bis zur stillen Lesezeit vergeht rasant schnell und ich kann mich kaum entscheiden, welche Lektüre es denn sein soll. Das Konzept ist denkbar einfach und wird uns auch kurz erläutert. Ab 20 Uhr geht es los und die Gäste können nach Herzenslust durch die Regale stöbern um sich Lektüre auszusuchen. Eine perfekte Gelegenheit um mal beim Lesestoff zu experimentieren. Bei der Auswahl helfen beide auch gerne durch intensive Beratung weiter. Erlaubt ist aber auch, sich von daheim die aktuelle Lektüre mitzubringen und die Lesezeit damit zu verbringen. Bis um 21 Uhr ist dann Ruhe angesagt, denn es wird gelesen. Aber keine Panik, wer nun merkt er hat vielleicht nicht das richtige erwischt oder das Buch kann nicht fesseln, der kann selbstverständlich ein anderes zur Hand nehmen. Im Anschluss sind alle herzlich eingeladen sich über das Gelesene auszutauschen. Um halb zehn etwa soll dann der Abend enden.

Leider oder auch glücklicherweise, je nachdem wie man es betrachten will, ist die Menge der Gäste an diesem Abend recht überschaubar. Die Veranstaltung ist noch recht neu und findet erst zum zweiten Mal statt. Wahrscheinlich muss sie sich daher noch etablieren und womöglich auch etwas mehr herumsprechen (Kommt alle!). Für den Fall, dass ich nicht fündig würde, habe ich mir „Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney in die Tasche gesteckt und tatsächlich entscheide ich mich letztendlich auch dafür. Viel zu schnell klingelt dann auch der Kurzzeitwecker und reißt mich nach ungefähr 60 Seiten wieder aus der Geschichte. Aber auch die anderen Teilnehmerinnen haben interessante Bücher ausgewählt, mit dabei unter anderem „Mansfield Park“ von Jane Austen und „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara (für das ich mich beinahe auch entschieden hätte). Beide Bücher finden an diesem Abend ein neues Zuhause. Zwar habe ich den Abend mit meinem eigenen Buch verbracht, dennoch gehe auch ich selbstverständlich nicht mit leeren Händen nach Hause, denn am Ende hole ich mir noch einen Tip für ein Jugendbuch, das mir bislang weder off- noch online sonderlich häufig begegnet ist. Welches das ist? Das erfahrt Ihr sicher ganz bald hier.

Das nächste Read-Inn findet übrigens voraussichtlich am letzten Dienstag im März statt, man muss sich allerdings vorher anmelden. Aber auch sonst hat die Buchhandlung Dante Connection so einige interessante Veranstaltungen im Programm und sei den Berlinern unter Euch empfohlen.

Wart Ihr schon einmal auf einem Read-Inn? Oder haben Eure Lieblingsbuchhandlungen auch abseits von Lesungen Veranstaltungen, die Ihr empfehlen würdet? Ich bin gespannt!

Die Qual der Wahl oder auch Re-Read für einen älteren Buchschatz

Gibt es etwas Schöneres als an einem Wochenende unverhofft zu mehr Lesezeit zu kommen? So fand ich mich also auf der Suche nach einem neuen Buch für die nächsten Stunden vor meinem Regal und damit auch wie so häufig vor der Qual der Wahl…

Ein gut gefülltes Bücherregal mit vielen ungelesenen Büchern oder ein deckenhoher SuB mag zwar für viele ein schöner Traum sein, aber seien wir doch ehrlich: So manches Mal kann es auch ein Fluch sein. Auf der Suche nach der nächsten Geschichte, in die es sich abzutauchen lohnt, halte ich meist erst dieses, dann jenes Buch in der Hand, um dann doch wieder zu einem ganz anderen zu greifen.

Doch diesmal habe ich mir einen ganz besonderen Luxus erlaubt und einem Buch nachgegeben, das mir so sehr zugezwinkert hat, dass ich es noch einmal zur Hand genommen habe. Lesezeit ist ein begrenztes Gut, das weise genutzt werden möchte und so kommt es nicht oft vor, dass ich mir die Zeit für ein Re-Read nehme. Bei diesem Jugendthriller jedoch, den ich schon 2010 (Wahnsinn, ist das wirklich schon 7 Jahre her?) gelesen habe, musste ich diesmal einfach eine Ausnahme machen. Tatsächlich kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich das Buch weiter empfohlen habe.

Und während ich mich noch einmal mit Nick ins Abenteuer werfe, habe ich gedacht, ich lasse Euch einfach mal meine Rezension von damals da und zeige Euch, dass auch ältere Titel nicht ihren Reiz verlieren:

Aus der Hand legen? – Unmöglich!

Erebos! Tritt ein oder kehr um! Als unscheinbare Päckchen an seiner Schule herumgereicht werden und seine Mitschüler anfangen, sich merkwürdig zu verhalten und sogar abkapseln, wird Nick stutzig. Was er zunächst albern fand, weckt seine Neugier erst recht, als sogar sein bester Freund kaum noch zu erreichen oder gar ansprechbar ist. Doch niemand, den er auf die Päckchen anspricht, möchte mit ihm darüber reden. Als er endlich in den Besitz eines solchen Päckchens kommt, hält er eine unscheinbare CD in der Hand. Kaum hat er es installiert und das Spiel gestartet, nimmt es ihn gefangen und lässt ihn nicht mehr los. Zunächst ein Spiel, verwischt die Grenze zwischen Realität und Virtualität rasant schnell. Harmloses Computerspiel? Fehlanzeige. Welches Geheimnis steckt hinter Erebos?

Achtung, einmal angefangen fällt es schwer, „Erebos“ aus der Hand zu legen. Schlafen und Essen werden vollkommen nebensächlich, ebenso wie ein Leben außerhalb des Buches. Genau wie das Spiel im Buch nimmt das Buch selbst den Leser gefangen und lässt ihn erst wieder los, wenn nach der letzten Seite zugeklappt wird. Dies allerdings mit leisem Bedauern, da man doch gerne noch weiter gelesen hätte…
Nick als Protagonist hat vom ersten Moment an die Sympathie des Lesers auf seiner Seite. Eine Figur, die von der Autorin wunderbar ausgestaltet ist und neben vielen Stärken durchaus auch Schwächen hat. Genau das aber macht ihn umso interessanter, vor allem aber auch nachvollziehbar. In jeder Sekunde ist man bei Nick und verfolgt gespannt das Geschehen.
Auch wenn die Grenze zwischen der Realität und der virtuellen Welt oftmals verwischt,  verliert man nie den Überblick. Auch die anfänglichen, noch etwas ausführlicheren Schilderungen zur Bedienung des Spiels verschwinden mit der Zeit, so dass keine lästigen Passagen stören. So entsteht eine dichte Story.
Sprachlich kann die flüssige Schreibweise mit der rasanten Handlung mithalten. Das ist auch gut so, denn bevor man nicht auf der letzten Seite angekommen ist, lässt sich das Buch ohnehin nicht aus der Hand legen.

Fazit:
Tritt ein oder kehr um! Ich empfehle Ersteres und das ohne Einschränkungen! Absoluter „page-turner“!

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Erebos
Loewe
Taschenbuch (scheint nur noch das TB zu geben)
488 Seiten
ISBN 978-3-7855-7361-7
9,95 €

Ein Abend „Im Reich der Pubertiere“ – Lesung von Jan Weiler

Während ich gedanklich noch dem Arbeitstag hinterher hänge, muss ich auch schon schauen, dass ich meinen Platz in den Wühlmäusen finde. Und schon steht er auf der Bühne: Jan Weiler. Zugegeben, gekommen bin ich ohne große Erwartungen. Schließlich liegt „Kühn hat zu tun“ noch auf meinem SuB und im Gegensatz zu vielen anderen ist mir „Maria ihm schmeckt’s nicht“ nur vom Titel her bekannt. Doch heute geht’s um seine Feldstudien zum Pubertier, denn nur wenige Tage später wird „Im Reich der Pubertiere“ offiziell erscheinen. Nach seiner Tochter ist nun auch sein Sohn endlich in der Pubertät und damit ein neues Forschungsfeld für Herrn Weiler geöffnet.

Spätestens nach den ersten Minuten ist klar, Jan Weiler ist ein Vollprofi. Schließlich schreibt er nicht nur regelmäßig seine Kolumne „Mein Leben als Mensch“, sondern liest diese auch seit längerer Zeit für’s Radio ein. Von Aufregung oder sich erst einmal „freisprechen“ zu müssen auf der Bühne – keine Spur! Die Übergänge zwischen erzählten Anekdoten und dem tatsächlichen Lesen sind so fließend, dass man kaum mitbekommt, wie das eine in das andere übergeht. Der den Erzählungen eigene Witz, mit dem er bereits in „Das Pubertier“ überzeugt hat, tut sein Übriges, den Abend sehr kurzweilig zu gestalten. Die Pause nutzen dann viele Besucher, eine der von ihm schon während des Abends feilgebotenen Signaturen zu ergattern. Geduldig und stets mit einem sympathisch-breiten Lächeln signiert er und schlägt auch Wünsche nach Fotos oder gemeinsamen Selfies nicht ab.

Am Ende des Abends weiß man, dass es sich mehr als gelohnt hat, das Sofa heute mal sich selbst zu überlassen und Jan Weiler ins Reich der Pubertiere zu folgen – Lachmuskelkater inklusive.

Und wer jetzt Appetit bekommen hat, dem sei „Im Reich der Pubertiere“ empfohlen.

#buchpassion – Mein Bekenntnis zum Buch

An diesem Wochenende fand nun die Aktion #buchpassion zum ersten Mal statt. Ins Leben gerufen wurde das Ganze von Janine von kapri-ziös.de, die im Rahmen der Aktion Blogger, Verlage, Autoren, Leser motivieren konnte, zu deren Erfolg beizutragen – vor allem aber auch diese mit Nichtlesern zusammenzubringen. Wie weit das geglückt ist, wird sie vermutlich noch wissen lassen.

Und wer weiß, vielleicht wird es ja auch noch ein Storify zum Lesemarathon geben, der seit Samstag um 10 bis heute um 18 Uhr dafür gesorgt hat, dass man den Haushalt vielleicht mal etwas mehr prokrastiniert hat und das mit der allerbesten Ausrede der Welt: Ich muss dringend lesen.

Aber was heißt das eigentlich „Mein Bekenntnis zum Buch“? Wie bin ich überhaupt zu einer Leserin geworden? Was fasziniert mich an Büchern und warum gebe ich so gern einem guten Buch den Vorzug vor vielen anderen Aktivitäten?

So richtig sind mir die Anfänge gar nicht klar, denn gefühlt lese ich einfach schon immer. Bücher haben einfach eine ganz, ganz besondere Faszination, die mich schon sehr früh erwischt hat, denn während die Erwachsenen vorlasen und blätterten, war ja klar, dass dieses Papier mit dem sie spielten einen ganz besonderen Zauber enthielten. Wo sonst kamen denn all diese Geschichten her, denen ich lauschen durfte? Also setzte ich so ziemlich alles daran selbst lesen zu können und zielstrebig war das dann mit 5 endlich der Fall. Nach kurzen Geschichten in Schreibschrift („Warum Fiffi Fiffi heißt“, dtv) konnte ich dann, gerade in der 2. Klasse angekommen endlich mit meinem geliebten Urmel mein erstes Abenteuer bestehen und gemeinsam ging es dann in den Vulkan.

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Von da an war alles möglich. Ich konnte mit Pipi ins Taka-Tuka-Land, mit dem kleinen Vampir durch die Nacht streifen oder war Gast bei Hanni und Nanni im Internat. Manchmal trug ich mit Pitje Puck nicht nur die Briefe aus, ritt mit Bille und Zottel durch die Gegend oder löste mit meinen Freunden irgendein Geheimnis um… Aber genauso litt ich mit Gretchen Sackmeier oder erlebte lustige Geschichten mit einem witzigen Erzähler und seiner Schwester Klara. Wie sonst hätte ich so leicht so viel erleben können? Nur ein kurzer Weg in die Bibliothek und stöbernd durch die Reihen schreiten, immer auf der Suche nach einem Abenteuer für den Tag und schon konnte es losgehen. Statt Geschwistern hatte ich somit viele Buchhelden, die mich auf meiner Reise durch die Kindheit stets treu begleiteten.

Die Helden haben sich mit der Zeit wohl durchaus geändert, aber mein Verhältnis zum Lesen und zu Büchern hat sich kaum verändert. Ich liebe es einfach, mich aus dem Alltag ausklinken zu können und abzutauchen. Gemeinsam mit den Protagonisten in ihren Geschichten herumzutollen und so manches Mal auch mit ihnen Dinge zu erleben, die ich mich so vielleicht nicht unbedingt trauen würde…

Ganz ehrlich? Ich mag darauf einfach nicht verzichten und ich kann mich eigentlich an keinen Tag erinnern, an dem ich nicht wenigstens für ein paar Seiten lang zwischen die Buchdeckel gesprungen wäre. Geschweige denn wüsste ich, wann ich zuletzt das Haus ohne ein Buch in meiner Tasche verlassen hätte?

In diesem Sinne lest Bücher: „A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one.“ – George R. R. Martin, A Dance With Dragons

#3 Challenges 2016 – Halbzeit

Der Juni nähert sich mit riesigen Schritten seinem Ende und das bedeutet, es ist auch bei den Challenges Halbzeit. (Oh Gott, ist Euch eigentlich klar, dass in weniger als einem halben Jahr schon wieder Weihnachten ist? Dass mir keiner sagt, er wäre ja nicht gewarnt worden und das Fest käme so plötzlich, ne?) In jedem Fall ist das ein guter Zeitpunkt um eine ehrliche Bilanz zu ziehen und ich gebe zu, bei der einen oder anderen Challenge habe ich wohl so ziemlich versagt. Hierbei war die Ruhephase sicherlich nicht ganz unschuldig.

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Auch wenn kein Monat vergangen ist, ohne dass ich dem Buchhändler meines Vertrauens einen Besuch abgestattet hätte und somit sicher auch immer (mindestens) ein Taschenbuch gekauft habe, hat sich das hier auf dem Blog und auch in den Social Media Kanälen leider nicht gespiegelt. Irgendwie neige ich dazu meine aktuelle Lektüre dort eher zu zeigen, als reine Neuzugänge. Vielleicht ändere ich das, aber auch wenn ich es noch so schade finde, an dieser Stelle muss ich ehrlich sein und eingestehen, dass ich mich derzeit nicht wirklich zu einem Neu- bzw. Wiedereinstieg ins „Jahr des Taschenbuchs“ motivieren kann. Taschenbücher kaufe und lese ich selbstverständlich trotzdem auch weiterhin!

Alle Regeln zu der Aktion könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

 

© Papiergeflüster
© Papiergeflüster

Bei der #GoldenBacklist Challenge bin ich allerdings tatsächlich noch dran und wer weiß, vielleicht wird es sogar etwas ganz anderes, als ich mir ursprünglich mal aus meinem Regal dafür rausgesucht habe? Ein ganz heißer Anwärter wurde mir zugespielt und ich freue mich diebisch darauf, den zu lesen und anschließend hier vorzustellen.

Was die Golden Backlist Challenge ist? Hier findet Ihr alles darüber.

 

Vector designed by Freepik
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Tatsächlich bin ich bei der SuBAbbauChallenge noch fleißig dabei. Anfangs dachte ich, dass das die Challenge sein wird, die mir am meisten zu schaffen machen wird. Jetzt ist das Gegenteil der Fall. Mein Abbauziel hab ich mindestens genauso oft erreicht, wie nicht erreicht – aber was soll’s? Für mcih steht hier der Spaß im Vordergrund! Natürlich schaffe ich es bei weitem nicht alle der kreativen Monatsaufgaben zu erfüllen, die sich die zwei Organisatorinnen Anja und Dani einfallen lassen, aber immerhin hab ich jeden Monat von Neuem Spaß daran. Besonders effektiv war der Monat April, in dem ausschließlich Bücher mit maximal 300 Seiten gelesen werden sollten! Außerdem hatte ich hinterher wieder richtig große Lust auf dicke Bücher! Diesen Monat jedoch, war die Aufgabe eigentlich ganz simpel – und trotzdem bin ich kollosal daran gescheitert. Dabei sollte man lediglich eine Leseliste erstellen und abarbeiten. Bei drei Büchern auf der Liste war die Voraussetzung zwar bestens, aber eins hab ich abgebrochen und zack, hab ich doch Querbeet aus dem Regal gezogen, wonach mir gerade war. Aber schon im Juli wartet eine neue, interessante Aufgabe, der man sich widmen kann…

Die Regeln und die Monatsaufgaben findet Ihr noch einmal hier.

So, ich freue mich auf die zweite Jahreshälfte und vielleicht kann ich mir ja auch schon bald die Frage beantworten, wie ich mit Neuzugängen in Zukunft umgehen möchte und ob ich ihnen einen Platz hier einräumen möchte. Deswegen interessiert mich brennend, wie handhabt Ihr das und/oder lest Ihr gerne von Neuzugängen?

 

 

Beitragslos in Berlin

In den letzten Wochen war es hier leider (wieder einmal) recht ruhig. Natürlich könnte ich das einfach übergehen und ohne weitere Worte darüber zu verlieren einfach den nächsten Beitrag einstellen und gut wäre es. Aber die BuecherGoere ist nun mal ein Mensch und als solcher unterliegt sie äußeren Zwängen und – ich kann es nicht leugnen – vor allem auch vielen Emotionen. Nun möchte ich wenigstens versuchen zu erklären, wie es zu der Beitragsstille kam.

Die letzten 13 bzw. 14 Jahre habe ich mein Leben mit den zwei besten und loyalsten bepelzten Begleitern teilen dürfen.

Schon im letzten Juli war es eine Katastrophe als mich Herr O. verlassen musste und als ihm nun im März auch noch der kleine Zauberer folgte, brach für mich (m)eine Welt vorerst endgültig zusammen. Zunächst musste ich die Scherben aufkehren, mich zurückziehen, um die Kraft zu finden nach und nach alle Puzzleteile wieder irgendwie zusammenzusetzen. All das hat nun etwas gedauert und ich danke Euch für Eure Geduld und Eure Nachsicht mit mir, die Ihr in den letzten Wochen mit mir gezeigt habt. Es fällt mir nach wie vor oft schwer zu lesen, ohne dass sich ein Pelzgesicht dazwischen schiebt und noch schwieriger ist es zu schreiben, ohne einen Plüschbauch, der die volle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es mir gelingt jetzt so nach und nach wieder öfter nach vorne als zurück zu schauen und in den Takt zurück zu finden. Zumindest an Ideen mangelt es nicht…

#2 ExperimentierGoere: (M)ein Tag mit Lars Amend

Es ist Samstag im Januar, noch nicht einmal einer mit besonders gutem Wetter, aber das ist eigentlich auch ziemlich egal. Die nächsten Stunden werde ich mit einigen anderen in einem wirklich gemütlich und einladend wirkenden Berliner Loft verbringen. Schon der Empfang an der Tür konnte durch ungezwungen wirkende Herzlichkeit glänzen. Immerhin durch den Gastgeber selbst. Gastgeber? Coach! Coach? Lifestylecoach. Oder auch schlicht Lars. Lars Amend. Denn hier bin ich und habe vor, die nächsten Stunden soviel wie nur möglich für mich und mein künftiges Leben mitzunehmen.

Ende letzten Jahres hatte ich bereits am Meet&Greet teilnehmen dürfen und Blut geleckt. Gemeinsam mit einer Teilnehmerin haben wir uns – relativ spontan – entschlossen, das neue Jahr mit dem Motivationsseminar „Mein neues Leben“ zu beginnen.

Und da wären wir. Nach und nach komplettiert sich der Teilnehmerkreis und der Raum füllt sich mit Gesichtern, vor allem aber auch mit Hoffnungen und Erwartungen an das, was die kommenden Stunden bringen werden. Aber noch hab ich Euch vorenthalten, was mich eigentlich hertreibt. Weiß ich das denn so genau? Und möchte ich das jetzt so einfach ins Internet schreiben? Ach, was soll’s ich hab es ja schon einmal zugegeben und es spricht nichts dagegen, es wieder zu tun. Schließlich bin ich ein Mensch und als solcher eben nun einmal nicht perfekt. Sieh an, sieh an. Allem voran ist es meine Redeangst, die mich angestiftet hat, mich wieder einmal meinen Dämonen zu stellen. Seit der Hypnose ist diese zwar bereits um Längen besser, aber wer weiß, vielleicht kann die eine oder andere Unsicherheit ja auch noch ausgemerzt werden. Irgendwie ist man doch nie zufrieden, oder?

Schon zu Beginn ist die erste Lektion zusammengefasst: Was vorstellbar ist, ist auch machbar. Ganz zentral sind in Lars Seminar die drei Fragen:

  1. Was will ich?
  2. Was hindert mich?
  3. Was bin ich bereit dafür zu tun?

IMG_2195Das klingt einerseits schon einleuchtend, andererseits aber auch recht simpel. Aber es ist eben auch genau so: simpel! Und dass sich diese drei Fragen anscheinend auf alle Lebensbereiche anwenden lassen, davon können wir uns in den folgenden Stunden überzeugen. So unterschiedlich wie wir Teilnehmer, ist eben auch die Bandbreite der Themen, die uns beschäftigen und die jeder einzelne von uns mit ins Seminar gebracht hat. Ob wir zu diesem Zeitpunkt eine vorhandene und geplante Struktur über den Haufen werfen oder die Seminare immer so offen gehalten sind, kann ich nur schwer beurteilen – immerhin ist es ja mein erstes (aber vielleicht auch nicht mein letztes) Seminar von Lars, das ich besuche. Aber in der herzlichen und vertrauensvollen Atmosphäre, die entsteht, öffnen sich nach und nach immer mehr Teilnehmer und legen offen, was sie hertreibt. An diesem Termin gibt es zumindest die eigentlich auf dem Programm stehenden Einzelgespräche nicht. Selbst ich bin irgendwann bereit, vor der Gruppe zu sprechen. Was mich und mein Problem angeht, … erinnert sich jemand an den Newsletter „Niemand interessiert sich für Dich“? Also möglicherweise sprechen Lars und ich darüber, diese U-Bahnfahrt vielleicht irgendwann einmal gemeinsam zu machen…

Nach einem gemeinsamen Abendessen als Abrundung eines interessanten aber auch intensiven Seminartages kehre ich irgendwie euphorisch nach Hause – was es tatsächlich in mir bewirkt hat, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen müssen.

Doch schon am nächsten Tag finde ich eine kurze Mail vom Coach im Postfach mit einer ganz zauberhaft-motivierenden Bemerkung, die mir in diesem Moment ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert und in Zukunft das ein oder andere Mal herhalten muss, mir Kraft zu geben, wenn’s mal brenzlig wird.

Magic Monday“ – Das aktuelle Buch von Lars Amend

Empfehlen möchte ich Euch auch die Anmeldung bei seinem „Magic Monday“-Newsletter – der Euch ab sofort montags motivierter in die neue Woche starten lassen wird.

#1 ExperimentierGoere: Mit Hypnose kleine Schwachstellen ausbügeln…

Aufgeregt stehe ich vor dem Ladenlokal von Kiez Hypnose Berlin. Die Anfrage ist schon ein kleines Weilchen her. Auf die Terminfindung folgten ein Telefonat und ausgefüllte Formulare aber nun steh ich hier. Unsicher. Ängstlich dem gegenüber, was da wohl gleich passieren wird, während ich den Rucksack mit meinen Erwartungen fest geschultert mitgebracht habe. Um mich davon zu überzeugen, dass es wirklich keine sonderlich gute Idee wäre, jetzt einfach umzudrehen, rufe ich mir ins Gedächtnis, was der Grund ist, warum ich die Schwelle zum Lokal gleich tatsächlich übertreten sollte… Euch kann ich es ja verraten: Seit Jahren kämpfe ich immer wieder mal mehr, mal weniger mit meiner „Redeangst“. Fast jeder der mich kennt wird jetzt wohl einen Lachanfall kaum unterdrücken können, aber es sei Euch gegönnt.

An irgendeinem Punkt in meiner „Schulkarriere“ wurde etwas ganz plötzlich zu einem Problem. Tatsächlich war ich bis dahin sogar Teil des Schulchors. Doch fortan stellte das Vortragen von Gedichten, eine ungeahnte Folter dar. Den Text zu lernen war kein Problem, es lag rein am Vortragen. Doch schon, wenn ich aufgerufen wurde, mochte ich nichts sagen. Bis heute weiß ich nicht, warum das so ist und was mir die vorherige Freiheit dafür genommen hat. Allerdings hat mich das Ganze auch über meine Schulzeit hinaus begleitet und konnte selbst im Studium durch positives Feedback auf Vorträge nicht wie bei einem Pawlow’schen Reflex wegtrainiert werden. Eigentlich war ich ja bislang auch der Meinung, dass das auch gar nicht jeder können muss. Wozu auch? Nun ist es aber so, dass es mich auch beruflich immer wieder damit erwischt und ich? Ich möchte weder mein Leben, noch mein berufliches Leben weiterhin davon bestimmen lassen. Ja, ich bin genervt. Genervt von mir und dieser Schwäche. Folglich habe ich beschlossen, das endlich anzugehen. Bei meiner Recherche stieß ich darauf, dass Hypnose gute Erfolge verspricht und nun steh ich hier und traue mich kaum, die letzten wenigen Schritte zu machen.

Drinnen wartet Bernhard. Im Vorfeld haben wir bereits telefoniert und es galt einen recht umfangreichen Fragebogen auszufüllen. Dennoch gibt es zunächst ein Gespräch währenddessen ich an meinem Tee nippe. Die Information, die für mich in diesem Moment am wichtigsten ist: Unter Hypnose besteht keine Gefahr Dinge gegen den eigenen Willen zu tun. Dazu erklärt er mir eine Klopftechnik, die ich in Zukunft zu Hilfe nehmen kann. Bevor es dann tatsächlich an die Hypnose an sich geht, schauen wir noch, ob und wie leicht ich mich dafür überhaupt eigne. Anschließend darf ich mir aus den ganzen Entspannungsmöbeln eines aussuchen – ganz langweilig nehme ich eine Liege. Ok, ich gebe zu – ich bin nicht ohne jeden Zweifel, als es dann aber losgeht und ich tatsächlich spüren kann, wie dieser fantastische Hypnosezustand von mir Besitz nimmt, ist es ohnehin zu spät. Mein Zeitgefühl habe ich ebenso bereits verloren. Auch nach der Hypnose nimmt sich Bernhard noch Zeit und erklärt mir einiges und ich trinke den Rest von meinem Tee. Bemerkenswerter Weise fühle ich mich erstaunlich entspannt und gleichzeitig auch beschwingt. Ein wirklich angenehmes Gefühl. Zum zweiten Termin gehe ich schon viel entspannter und vor allem angstfrei. Und was soll ich sagen? Kurze Zeit später halte ich einen Vortrag. Ja, ich bin aufgeregt. Sagen wir, ich hab etwas Lampenfieber – aber Angst? Nein, so würde ich das nicht (mehr) nennen. Freue ich mich darauf? Nein, aber aus meiner Achillesferse ist nur noch eine klitzekleine Schwäche geworden, die sich gut händeln lässt und ich hoffe, das bleibt auch so. Und wenn ich das noch optimieren möchte, dann weiß ich ja, an wen ich mich womöglich noch mal wenden könnte…

Mein Termin liegt schon eine ganze Weile zurück, aber ich hab eine Weile gebraucht mich zu diesem Beitrag zu motivieren…

#Herzenstage: Der Countdown läuft

Juchu, nächstes Wochenende (das sind nur noch hibbelige 6 Tage!) ist es endlich so weit: Herzenstage, yay! Wie schon im letzten Jahr haben sich Carlsen, Impress, Piper, Ullstein und Forever by Ullstein zusammengeschlossen und sogar noch zur Verstärkung ein paar weitere Verlage ins Boot geholt um diesmal das Valentinstagswochenende in ein digital-romantisches Happening zu verwandeln! Das genaue Programm findet Ihr am Freitag (12.2.) auf der Website der Herzenstage.

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Schon im letzten Jahr war die Aktion ganz wunderbar (nicht ohne Grund bekam sie den Virenschleuderpreis auf der Frankfurter Buchmesse!) und ich bin sicher, dass sich das großartige Team der Herzenstage auch für das kommende Wochenende wieder zahlreiche fantastische Aktionen auf allen Kanälen ausgedacht hat. Läuten gehört hab ich was von Live-Chats mit AutorInnen, Leseproben, Gewinnspiele, Q&As auf Twitter, Blicke hinter die Kulissen und sicher noch vieles mehr. Um nichts zu verpassen, hilft es sicher den Herzenstagen auf Twitter, Instagram und Facebook zu folgen. 😉

Also, ich werde mir das auf keinen Fall entgehen lassen und ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam verdammt zauberhafte Herzenstage verbringen! Damit das mit der Interaktion auch gelingt, immer schön daran denken, den Hashtag #Herzenstage zu nutzen. Und ich gebe zu, ein bisschen keimt in mir ja auch ein Funken Hoffnung, dass es auch eine lange Lesenacht geben wird.

Irgendwie muss ich ja hier auch wieder Herrin der Bücherlage werden. *hust* Im Rahmen der Herzenstage habe ich mich nämlich über meine aller, aller erste Überraschungspost freuen dürfen. *OMG*

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Während ich mich für das liebe- und übervolle Paket gern bei allen beteiligten Verlagen: Carlsen, Impress, Piper, Ullstein, Forever by Ullstein, EDEL:eBooks und Lyx Egmont bedanken möchte, an dieser Stelle auch eine Entschuldigung an die Nachbarn unter mir. Nein, das war kein Erdbeben am Mittwoch, sondern nur ein paar nicht ganz so zaghafte Freudensprünge. Kein Grund zur Beunruhigung!