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Chuchichäschtli

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Beitragslos in Berlin

In den letzten Wochen war es hier leider (wieder einmal) recht ruhig. Natürlich könnte ich das einfach übergehen und ohne weitere Worte darüber zu verlieren einfach den nächsten Beitrag einstellen und gut wäre es. Aber die BuecherGoere ist nun mal ein Mensch und als solcher unterliegt sie äußeren Zwängen und – ich kann es nicht leugnen – vor allem auch vielen Emotionen. Nun möchte ich wenigstens versuchen zu erklären, wie es zu der Beitragsstille kam.

Die letzten 13 bzw. 14 Jahre habe ich mein Leben mit den zwei besten und loyalsten bepelzten Begleitern teilen dürfen.

Schon im letzten Juli war es eine Katastrophe als mich Herr O. verlassen musste und als ihm nun im März auch noch der kleine Zauberer folgte, brach für mich (m)eine Welt vorerst endgültig zusammen. Zunächst musste ich die Scherben aufkehren, mich zurückziehen, um die Kraft zu finden nach und nach alle Puzzleteile wieder irgendwie zusammenzusetzen. All das hat nun etwas gedauert und ich danke Euch für Eure Geduld und Eure Nachsicht mit mir, die Ihr in den letzten Wochen mit mir gezeigt habt. Es fällt mir nach wie vor oft schwer zu lesen, ohne dass sich ein Pelzgesicht dazwischen schiebt und noch schwieriger ist es zu schreiben, ohne einen Plüschbauch, der die volle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es mir gelingt jetzt so nach und nach wieder öfter nach vorne als zurück zu schauen und in den Takt zurück zu finden. Zumindest an Ideen mangelt es nicht…

#2 ExperimentierGoere: (M)ein Tag mit Lars Amend

Es ist Samstag im Januar, noch nicht einmal einer mit besonders gutem Wetter, aber das ist eigentlich auch ziemlich egal. Die nächsten Stunden werde ich mit einigen anderen in einem wirklich gemütlich und einladend wirkenden Berliner Loft verbringen. Schon der Empfang an der Tür konnte durch ungezwungen wirkende Herzlichkeit glänzen. Immerhin durch den Gastgeber selbst. Gastgeber? Coach! Coach? Lifestylecoach. Oder auch schlicht Lars. Lars Amend. Denn hier bin ich und habe vor, die nächsten Stunden soviel wie nur möglich für mich und mein künftiges Leben mitzunehmen.

Ende letzten Jahres hatte ich bereits am Meet&Greet teilnehmen dürfen und Blut geleckt. Gemeinsam mit einer Teilnehmerin haben wir uns – relativ spontan – entschlossen, das neue Jahr mit dem Motivationsseminar „Mein neues Leben“ zu beginnen.

Und da wären wir. Nach und nach komplettiert sich der Teilnehmerkreis und der Raum füllt sich mit Gesichtern, vor allem aber auch mit Hoffnungen und Erwartungen an das, was die kommenden Stunden bringen werden. Aber noch hab ich Euch vorenthalten, was mich eigentlich hertreibt. Weiß ich das denn so genau? Und möchte ich das jetzt so einfach ins Internet schreiben? Ach, was soll’s ich hab es ja schon einmal zugegeben und es spricht nichts dagegen, es wieder zu tun. Schließlich bin ich ein Mensch und als solcher eben nun einmal nicht perfekt. Sieh an, sieh an. Allem voran ist es meine Redeangst, die mich angestiftet hat, mich wieder einmal meinen Dämonen zu stellen. Seit der Hypnose ist diese zwar bereits um Längen besser, aber wer weiß, vielleicht kann die eine oder andere Unsicherheit ja auch noch ausgemerzt werden. Irgendwie ist man doch nie zufrieden, oder?

Schon zu Beginn ist die erste Lektion zusammengefasst: Was vorstellbar ist, ist auch machbar. Ganz zentral sind in Lars Seminar die drei Fragen:

  1. Was will ich?
  2. Was hindert mich?
  3. Was bin ich bereit dafür zu tun?

IMG_2195Das klingt einerseits schon einleuchtend, andererseits aber auch recht simpel. Aber es ist eben auch genau so: simpel! Und dass sich diese drei Fragen anscheinend auf alle Lebensbereiche anwenden lassen, davon können wir uns in den folgenden Stunden überzeugen. So unterschiedlich wie wir Teilnehmer, ist eben auch die Bandbreite der Themen, die uns beschäftigen und die jeder einzelne von uns mit ins Seminar gebracht hat. Ob wir zu diesem Zeitpunkt eine vorhandene und geplante Struktur über den Haufen werfen oder die Seminare immer so offen gehalten sind, kann ich nur schwer beurteilen – immerhin ist es ja mein erstes (aber vielleicht auch nicht mein letztes) Seminar von Lars, das ich besuche. Aber in der herzlichen und vertrauensvollen Atmosphäre, die entsteht, öffnen sich nach und nach immer mehr Teilnehmer und legen offen, was sie hertreibt. An diesem Termin gibt es zumindest die eigentlich auf dem Programm stehenden Einzelgespräche nicht. Selbst ich bin irgendwann bereit, vor der Gruppe zu sprechen. Was mich und mein Problem angeht, … erinnert sich jemand an den Newsletter „Niemand interessiert sich für Dich“? Also möglicherweise sprechen Lars und ich darüber, diese U-Bahnfahrt vielleicht irgendwann einmal gemeinsam zu machen…

Nach einem gemeinsamen Abendessen als Abrundung eines interessanten aber auch intensiven Seminartages kehre ich irgendwie euphorisch nach Hause – was es tatsächlich in mir bewirkt hat, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen müssen.

Doch schon am nächsten Tag finde ich eine kurze Mail vom Coach im Postfach mit einer ganz zauberhaft-motivierenden Bemerkung, die mir in diesem Moment ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert und in Zukunft das ein oder andere Mal herhalten muss, mir Kraft zu geben, wenn’s mal brenzlig wird.

Magic Monday“ – Das aktuelle Buch von Lars Amend

Empfehlen möchte ich Euch auch die Anmeldung bei seinem „Magic Monday“-Newsletter – der Euch ab sofort montags motivierter in die neue Woche starten lassen wird.

#1 ExperimentierGoere: Mit Hypnose kleine Schwachstellen ausbügeln…

Aufgeregt stehe ich vor dem Ladenlokal von Kiez Hypnose Berlin. Die Anfrage ist schon ein kleines Weilchen her. Auf die Terminfindung folgten ein Telefonat und ausgefüllte Formulare aber nun steh ich hier. Unsicher. Ängstlich dem gegenüber, was da wohl gleich passieren wird, während ich den Rucksack mit meinen Erwartungen fest geschultert mitgebracht habe. Um mich davon zu überzeugen, dass es wirklich keine sonderlich gute Idee wäre, jetzt einfach umzudrehen, rufe ich mir ins Gedächtnis, was der Grund ist, warum ich die Schwelle zum Lokal gleich tatsächlich übertreten sollte… Euch kann ich es ja verraten: Seit Jahren kämpfe ich immer wieder mal mehr, mal weniger mit meiner „Redeangst“. Fast jeder der mich kennt wird jetzt wohl einen Lachanfall kaum unterdrücken können, aber es sei Euch gegönnt.

An irgendeinem Punkt in meiner „Schulkarriere“ wurde etwas ganz plötzlich zu einem Problem. Tatsächlich war ich bis dahin sogar Teil des Schulchors. Doch fortan stellte das Vortragen von Gedichten, eine ungeahnte Folter dar. Den Text zu lernen war kein Problem, es lag rein am Vortragen. Doch schon, wenn ich aufgerufen wurde, mochte ich nichts sagen. Bis heute weiß ich nicht, warum das so ist und was mir die vorherige Freiheit dafür genommen hat. Allerdings hat mich das Ganze auch über meine Schulzeit hinaus begleitet und konnte selbst im Studium durch positives Feedback auf Vorträge nicht wie bei einem Pawlow’schen Reflex wegtrainiert werden. Eigentlich war ich ja bislang auch der Meinung, dass das auch gar nicht jeder können muss. Wozu auch? Nun ist es aber so, dass es mich auch beruflich immer wieder damit erwischt und ich? Ich möchte weder mein Leben, noch mein berufliches Leben weiterhin davon bestimmen lassen. Ja, ich bin genervt. Genervt von mir und dieser Schwäche. Folglich habe ich beschlossen, das endlich anzugehen. Bei meiner Recherche stieß ich darauf, dass Hypnose gute Erfolge verspricht und nun steh ich hier und traue mich kaum, die letzten wenigen Schritte zu machen.

Drinnen wartet Bernhard. Im Vorfeld haben wir bereits telefoniert und es galt einen recht umfangreichen Fragebogen auszufüllen. Dennoch gibt es zunächst ein Gespräch währenddessen ich an meinem Tee nippe. Die Information, die für mich in diesem Moment am wichtigsten ist: Unter Hypnose besteht keine Gefahr Dinge gegen den eigenen Willen zu tun. Dazu erklärt er mir eine Klopftechnik, die ich in Zukunft zu Hilfe nehmen kann. Bevor es dann tatsächlich an die Hypnose an sich geht, schauen wir noch, ob und wie leicht ich mich dafür überhaupt eigne. Anschließend darf ich mir aus den ganzen Entspannungsmöbeln eines aussuchen – ganz langweilig nehme ich eine Liege. Ok, ich gebe zu – ich bin nicht ohne jeden Zweifel, als es dann aber losgeht und ich tatsächlich spüren kann, wie dieser fantastische Hypnosezustand von mir Besitz nimmt, ist es ohnehin zu spät. Mein Zeitgefühl habe ich ebenso bereits verloren. Auch nach der Hypnose nimmt sich Bernhard noch Zeit und erklärt mir einiges und ich trinke den Rest von meinem Tee. Bemerkenswerter Weise fühle ich mich erstaunlich entspannt und gleichzeitig auch beschwingt. Ein wirklich angenehmes Gefühl. Zum zweiten Termin gehe ich schon viel entspannter und vor allem angstfrei. Und was soll ich sagen? Kurze Zeit später halte ich einen Vortrag. Ja, ich bin aufgeregt. Sagen wir, ich hab etwas Lampenfieber – aber Angst? Nein, so würde ich das nicht (mehr) nennen. Freue ich mich darauf? Nein, aber aus meiner Achillesferse ist nur noch eine klitzekleine Schwäche geworden, die sich gut händeln lässt und ich hoffe, das bleibt auch so. Und wenn ich das noch optimieren möchte, dann weiß ich ja, an wen ich mich womöglich noch mal wenden könnte…

Mein Termin liegt schon eine ganze Weile zurück, aber ich hab eine Weile gebraucht mich zu diesem Beitrag zu motivieren…